Mich träumte, ich wär ohne jegliche Maske und könnte mich sehen im Anderen. 2021

Stehen wir am Rande der Gesellschaft? Protest auf den Lippen und im Kopf, den scheelen Blick der Nachbarn und Passanten im Nacken, voller Widerstand und doch zum Schweigen gebracht?

Nein, wer will denn dieses Bild schon auf sich anwenden. Stagnation ist nicht unsere Sache. Dafür sind wir auch viel zu aktiv. Aber wir kennen Augenblicke der bedrückten Verzagtheit und des puren Widerstandes.

Und was bringt pures dagegen stehen, also purer Widerstand? Was hat der Widerstand ohne Kreativität denen mit den heimlich geballten Fäusten gebracht? Braucht es nicht immer das schöpferische Hervorbringen eigener Ebenen / Plattformen? Schon allein deswegen weil wir nicht auf Bundesebene arbeiten, wie z.B. die Bundesregierung? Sondern wir brechen immer alles auf unsere ganz praktische Ebene herunter.

Unser Protest und unsere Empörung richteten sich an den Mächtigen, er möge seine Sache besser machen. Und unser Protest richtet sich auch an unsere Mitbürger und uns selbst, sie und wir mögen uns bewegen – unsere Sache in den Diskurs einführen, und zwar in unserem Sinne und praktische reale Schritte sollen gegangen werden. Nicht nur reden.

Im Moment schweigt der Protest. Zeit darüber nachzudenken : Wo stehen wir? Und wohin wollen wir? Wohin würde die Reise gehen wenn wir der Kapitän und der Steuermann wären? Selbstermächtigung ist für mich das Stichwort des Jahres 2021. Dazu gehören Visionen, Gedanken, kühne Träume. Jetzt ist die Zeit Bilder für die Zukunft zu entwerfen. Menschen wie wir sind das Immunsystem der Gesellschaft. Wir finden Wege wo andere sich von den Mächtigen in die Unterwürfigkeit drängen lassen. Wir durchschauen Propaganda und können unser Szenario von Zukunft für uns und auch als Teil des Großen und Ganzen entwerfen.

Es ist schon spannend zu sehen, wie die ganze Welt nur mit Geschichten (Narrativen) verändert werden kann. Nutzen wir das. Es ist nun an uns, unsere Geschichte zu erzählen und vor allem zu leben.

Vision : In meinen Vorstellungen gibt es ein Dorf am Rande eines Sees. Wir sind die Menschen darin und lassen uns von der Angst nicht beherrschen. Weil wir so viel am Eigenen arbeiten ist die Angst etwas, das da ausserhalb unserer Welt existiert. Manche von uns fahren jede Woche für einige Tage in die Stadt um zu arbeiten und kehren dann zurück in die Harmonie der Natur. Wir stehen im Austausch mit Bewusstseinsheilern auf der ganzen Welt. Wir forschen selber, lernen von anderen und geben von unseren Erfahrungen. Wir lernen diesen Weg immer weiter zu gehen. …

Eine andere Geschichte:

Ralf Ludwig meinte in einem Interview, die weltweite digitale Transformation können wir nicht aufhalten, aber wir können dafür sorgen, dass sie uns Bürgern und demokratischen Zwecken dient. Diese Arbeit an der Demokratie ist auch eine heftige und beglückende Geschichte. Erst gestern erreichte mich eine Mail, in welcher Interessenten für einen Verein gesucht wurden, welcher politische Bildungsinhalte publizieren soll.

Wie geht Deine Vision, Deine Geschichte? Vielleicht handelt sie von künstlerischem Ausdruck?

5 Gedanken zu „Mich träumte, ich wär ohne jegliche Maske und könnte mich sehen im Anderen. 2021“

  1. ich grüße dich, hans-peter,
    und hab endlich musse genug, mich deinem text zu widmen.

    mit deinen gedanken und visionen kann ich viel anfangen.
    ich überblicke nicht was es braucht, um das, was sich da gerade skurril und gruslig um uns herum abspielt in diesem land großflächig zu wandeln,
    wann die angestrebten klagen und das aufstehen diverser berufszweige früchte tragen wird….ich hatte gestern 2 erlebnisse mit dem „normalen“ bürger, nach denen ich eher davon ausgehe, dass das deutsche wesen brav zur nächsten wahl schreiten und laschet oder spahn oder söder wählen wird! ich erwarte hier nicht mehr viel von meinen landsleuten…
    weswegen ich mich umschaue bis engagiere bei dem, was konkret und machbar zu sein scheint.
    nachdem mein kloster-projekt im österreichischen erstmal auf die seite geschoben werden musste, orientier ich mich neu und das, was dann als lebensform-vision noch für mich langfristig in frage kommt, ist tatsächlich das anders gemeinsam gelebte/gestaltete leben miteinander im dorf.
    in meinen 30ern war ich schon einmal teil eines solchen in teilen recht erfolgreichen projektes in der uckermark und hab immer mal wieder unterschiedliche zeit in einigen Gemeinschaften verbracht.
    es begleitet mich also schon lang…
    lieber wär ich dann natürlich am meer als am see (träumen darf man ja😇💫🙏und wünschen!) aber wasser muss unbedingt sein!!!!
    dabei muss ich nicht bei 0 anfangen und wenn ich wählen kann, würde ich etwas wählen, was schon in anfangsstadien da ist, wiewohl selbst von grund auf neu aufbauen natürlich von großem reiz ist!
    ich kann mir auch vorstellen, dieses land dafür zu verlassen, denn die deutschen als „volk“ gruseln mich grad sehr und ich beneide italiener, österreicher und schweizer für ihre scheinbar deutlich geringer
    ausgeprägte autoritätshörigkeit!
    was ich mir dann noch wünsche ist ein treffen irgendwo in nicht-online-version, wenn du mal genug gesammelt hast…
    es soll ja viele verlassene dörfer geben an vielen orten. nachdem ich leni kennengelernt habe, denk ich : och, das schwarze meer ist doch auch ganz schön! warum nicht nach bulgarien,
    slowenien..,.
    herzliche grüße von
    dagmara

  2. Lieber Hans Peter,
    danke fürs Teilhabenlassen, ja, wir brauchen Zukunftswerkstätten! Der vorgelegte Entwurf, an dem wir grad teilnehmen ist gelinde gesagt unsymphatisch. Liebe Grüße

  3. Danke, Hans-Peter, für Deine Gedanken! Ich bin da ganz bei Dir. Sich zu widersetzen ist wichtig, und dabei wird einem unter Umständen auch schon viel Kreativität und Erfindungsreichtum abverlangt. Aber ohne eine Vision geht es nicht. Jeder muss sich klar werden, woFÜR er seine Lebenskraft einsetzen will. Ich habe meine Vision vor einiger Zeit wie folgt formuliert: http://hortulan.de/?page_id=888

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